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Scheidung Berlin – Ihr Fachanwalt für Familienrecht

10. April 2026

Eine Scheidung ist ein einschneidender Lebensabschnitt, der sowohl emotional als auch rechtlich große Herausforderungen mit sich bringt. Wenn Sie sich für eine Scheidung in Berlin entschieden haben, stehen Sie vor wichtigen Entscheidungen bezüglich Unterhalt, Sorgerecht und Vermögensaufteilung. Ein erfahrener Fachanwalt für Familienrecht kann Ihnen dabei helfen, Ihre Rechte zu wahren und den Scheidungsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Voraussetzungen für eine Scheidung in Deutschland

Bevor eine Ehe geschieden werden kann, müssen bestimmte rechtliche Voraussetzungen erfüllt sein. Das deutsche Familienrecht sieht vor, dass eine Ehe als zerrüttet gelten muss, damit eine Scheidung möglich ist. Dies wird in der Regel durch das Trennungsjahr nachgewiesen.

Während des Trennungsjahres leben die Ehepartner getrennt voneinander, entweder in verschiedenen Wohnungen oder zumindest in getrennten Haushalten. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann auf das Trennungsjahr verzichtet werden, etwa bei schwerwiegender häuslicher Gewalt oder anderen unzumutbaren Härten.

Der Scheidungsablauf vor dem Familiengericht Berlin

Eine Scheidung Berlin wird ausschließlich vor dem zuständigen Familiengericht durchgeführt. Der Prozess beginnt mit der Einreichung des Scheidungsantrags durch einen Rechtsanwalt, da in Deutschland Anwaltszwang für Scheidungsverfahren besteht.

Wichtige Schritte im Scheidungsverfahren:

  • Einreichung des Scheidungsantrags beim zuständigen Familiengericht
  • Zustellung des Antrags an den anderen Ehepartner
  • Prüfung der Scheidungsvoraussetzungen durch das Gericht
  • Regelung von Folgesachen wie Unterhalt, Sorgerecht und Vermögensaufteilung
  • Durchführung des Scheidungstermins
  • Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses

Die Dauer des Verfahrens hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere davon, ob sich die Ehepartner über die Scheidungsfolgen einig sind oder ob streitige Punkte vor Gericht geklärt werden müssen.

Kosten einer Scheidung in Berlin

Die Kosten für eine Scheidung in Berlin setzen sich aus Gerichtskosten und Anwaltskosten zusammen. Beide richten sich nach dem sogenannten Verfahrenswert, der vom Familiengericht festgelegt wird. Dieser orientiert sich am gemeinsamen Nettoeinkommen der Ehepartner und dem vorhandenen Vermögen.

Bei einer einvernehmlichen Scheidung, bei der nur ein Rechtsanwalt beauftragt wird, fallen deutlich geringere Kosten an als bei einer streitigen Scheidung. Personen mit geringem Einkommen können unter bestimmten Voraussetzungen Verfahrenskostenhilfe beantragen, um die finanzielle Belastung zu reduzieren.

Faktoren, die die Scheidungskosten beeinflussen:

  • Höhe des gemeinsamen Nettoeinkommens
  • Vorhandenes Vermögen der Ehepartner
  • Anzahl und Komplexität der zu regelnden Folgesachen
  • Einvernehmlichkeit oder Streitigkeit des Verfahrens
  • Dauer des Gerichtsverfahrens

Regelung wichtiger Scheidungsfolgen

Neben der eigentlichen Scheidung müssen verschiedene Folgesachen geklärt werden. Dazu gehören insbesondere der Unterhalt, das Sorgerecht für gemeinsame Kinder und die Vermögensaufteilung. Je früher diese Punkte geklärt werden, desto reibungsloser verläuft das Scheidungsverfahren.

Der Versorgungsausgleich, also die Aufteilung der während der Ehe erworbenen Rentenansprüche, wird vom Familiengericht automatisch durchgeführt, es sei denn, die Ehepartner haben wirksam darauf verzichtet oder eine andere Regelung getroffen.

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Eine Scheidung Berlin erfordert professionelle rechtliche Begleitung, um Ihre Interessen optimal zu vertreten. Als erfahrener Fachanwalt für Familienrecht stehe ich Ihnen mit kompetenter Beratung zur Seite und sorge dafür, dass Ihr Scheidungsverfahren rechtssicher und effizient abläuft.

Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für eine kostenlose Erstberatung. Gemeinsam besprechen wir Ihre individuelle Situation und entwickeln eine maßgeschneiderte Strategie für Ihre Scheidung. Rufen Sie mich an oder nutzen Sie unser Kontaktformular – ich bin für Sie da.

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Häufig gestellte Fragen

+ Wie lange dauert eine Scheidung?

Eine einvernehmliche Scheidung dauert in der Regel 3-6 Monate. Bei strittigen Verfahren kann es 12-24 Monate oder länger dauern. Die Dauer hängt von der Komplexität und Kooperation der Parteien ab.

+ Welche Unterhaltsansprüche habe ich?

Nach § 1569 BGB haben Sie Anspruch auf Trennungsunterhalt. Die Höhe richtet sich nach den Einkommen und wird nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Nach der Scheidung besteht ein Unterhaltsanspruch nur unter bestimmten Voraussetzungen (§ 1570-1576 BGB).

+ Wie wird das Vermögen aufgeteilt?

Der Zugewinn wird nach §§ 1371-1390 BGB aufgeteilt. Jeder Ehegatte hat Anspruch auf Ausgleich des Zugewinns, der während der Ehe erwirtschaftet wurde. Das Vermögen wird nach den Marktpreisen bewertet.

+ Wer bekommt die Kinder?

Das Sorgerecht wird nach § 1626 BGB entschieden. Das Wohl des Kindes steht an erster Stelle. Die Eltern können eine gemeinsame Sorge vereinbaren oder das Gericht entscheidet. Ein Elternteil kann das alleinige Sorgerecht erhalten, wenn es dem Kindswohl dient.

+ Was kostet eine Scheidung?

Die Kosten richten sich nach der RVG (§ 13 Abs. 1) und den Gerichtsgebühren nach GKG. Eine einvernehmliche Scheidung kostet 500-2.000 EUR. Strittige Verfahren können erheblich teurer sein. Nutzen Sie unseren kostenlosen Rechner!

+ Was ist der Versorgungsausgleich?

Bei jeder Ehescheidung prüft das Familiengericht den Versorgungsausgleich – die Aufteilung der während der Ehe erworbenen Rentenansprüche. Gesetzliche Rente, Betriebsrenten und private Altersvorsorge werden hälftig geteilt. Der Versorgungsausgleich beeinflusst Dauer und Kosten Ihres Scheidungsverfahrens erheblich. Informieren Sie sich frühzeitig über Ihre Möglichkeiten, auch über vertragliche Vereinbarungen.

→ Mehr zum Versorgungsausgleich erfahren

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Häufig gestellte Fragen

Was beeinflusst die Dauer eines Scheidungsverfahrens?
Mehrere Faktoren wirken zusammen. Erstens: Die Auslastung des zuständigen Familiengerichts — sie variiert je nach Region erheblich. Zweitens: Der Versorgungsausgleich — die Einholung der Auskünfte bei Rentenversicherungsträgern und Betriebsrentenanbietern nimmt mehrere Monate in Anspruch. Drittens: Das Einvernehmen der Parteien über Folgesachen wie Unterhalt, Zugewinn oder Sorgerecht. Bei einer einvernehmlichen Online-Scheidung ohne Folgesachen liegen realistische Verfahrensdauern meist in einem Bereich von vier bis sieben Monaten, strittige Fälle dauern länger.
Wann besteht ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt?
Nachehelicher Unterhalt ist im deutschen Recht nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Seit der Unterhaltsreform 2008 gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung (§ 1569 BGB). Ein Anspruch besteht nur, wenn konkrete Unterhaltstatbestände erfüllt sind: Betreuung eines gemeinsamen Kindes (§ 1570 BGB), Unterhalt wegen Alters (§ 1571 BGB), Krankheit (§ 1572 BGB), Erwerbslosigkeit (§ 1573 BGB) oder Ausbildung (§ 1575 BGB). Die ehebedingten Nachteile und die Ehedauer spielen für Höhe und Dauer eine zentrale Rolle. Trennungsunterhalt bis zur Rechtskraft der Scheidung besteht demgegenüber unabhängig von solchen Tatbeständen.
Wie funktioniert die Vermögensaufteilung Schritt für Schritt?
Schritt eins: Ermittlung des Endvermögens beider Ehegatten zum Stichtag der Zustellung des Scheidungsantrags. Schritt zwei: Rückblick auf das Anfangsvermögen zum Tag der Eheschließung (§ 1374 Abs. 1 BGB). Schritt drei: Berechnung des Zugewinns (Endvermögen minus Anfangsvermögen) für jeden Ehegatten. Schritt vier: Der Ehegatte mit dem höheren Zugewinn schuldet die Hälfte der Differenz an den anderen (§ 1378 Abs. 1 BGB). Nicht Teil des Zugewinnausgleichs ist der Hausrat — dafür gilt § 1568b BGB. Betriebsvermögen erfordert oft ein Bewertungsgutachten.
Welche Kinderbelange werden im Scheidungsverfahren mitentschieden?
Das Scheidungsverfahren selbst entscheidet nicht automatisch über Sorgerecht, Umgang oder Aufenthalt — diese Themen werden nur geregelt, wenn Anträge gestellt werden oder das Gericht einen Regelungsbedarf sieht. Bei einvernehmlichen Regelungen bleibt es beim gemeinsamen Sorgerecht nach § 1626 BGB. Kindesunterhalt wird entweder parallel beantragt oder über das Jugendamt geregelt (Jugendamtsurkunde). Verfahrensbeistand nach § 158 FamFG und Kindesanhörung nach § 159 FamFG sind bei strittigen Kindschaftssachen vorgesehen.
Woraus setzen sich die Gesamtkosten einer Scheidung zusammen?
Die Kosten bestehen aus Anwaltsgebühren (nach RVG) und Gerichtsgebühren (nach FamGKG). Beide berechnen sich aus dem Verfahrenswert, der sich in der Regel aus dem dreifachen gemeinsamen Netto-Monatseinkommen und einem Vermögensanteil ergibt. Bei Durchführung des Versorgungsausgleichs wird ein zusätzlicher Verfahrenswert zugeschlagen. Bei meiner Online-Mandatierung gewähre ich 30 Prozent Ermäßigung auf die Anwaltsgebühren. Die konkrete Kostenschätzung erhalten Sie vor Mandatserteilung. Bei geringem Einkommen prüfe ich für Sie einen Antrag auf Verfahrenskostenhilfe nach §§ 76 ff. FamFG.
Welche Rentenansprüche werden beim Versorgungsausgleich aufgeteilt?
Der Versorgungsausgleich erfasst alle während der Ehezeit erworbenen Anrechte auf eine spätere Rente oder Versorgung — namentlich die gesetzliche Rentenversicherung, Beamtenversorgung, berufsständische Versorgungen (etwa für Ärzte, Anwälte, Architekten), Betriebsrenten sowie private Renten mit Verrentungspflicht (Riester und Rürup). Nicht erfasst sind Kapitalanlagen wie Sparbücher, Aktiendepots oder Kapitallebensversicherungen ohne Rentenwahlrecht — diese fallen unter den Zugewinnausgleich. Standardfall ist die interne Teilung nach § 10 VersAusglG, in manchen Fällen kommt die externe Teilung in Betracht.
Stand: Mai 2026